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How to make a hit song in one minute
#1
Eine "grandiose" musikalische Leistung! Wenn ich mir überlege, wie viele Leute für diesen Schrott Geld bezahlt haben könnte ich... 2202_puking


"Music doesn't lie. If there is something to be changed in this world, then it can only happen through music."
-Jimi Hendrix
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#2
Ja das Ergebnis is jetzt nicht mein Geschmack.
Die einzelene Sounds die er in Reason gemacht hat hören sich aber sehr schön an.
Und wenn die Leute so dumm sind das zu kaufen und ihm dafür ein Haufen Geld zu besorgen,
so be it.

Geht es dann um die Marketing des Tracks oder wieso bringt es dich zum  2202_puking Eagle?
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#3
(07-04-2012, 01:00 PM)Knob T link Wrote:Geht es dann um die Marketing des Tracks oder wieso bringt es dich zum  2202_puking Eagle?

Ganz einfach: es gibt viele großartige Künstler "da draußen", die Wochen, wenn nicht gar Monate an ihren Songs feilen, die also viel Arbeit und Herzblut in ihre Werke stecken und...ein Schattendasein fristen müssen; ja teilweise nicht einmal wissen, wovon sie ihre Miete bezahlen sollen.
Und dann kommt da so einer wie der Kerl im Video (nein, ich will gar nicht wissen wie der Mann heißt!), stöpselt ein Spielzeugkeyboard an sein Notebook, spielt einige einfache Klangfolgen in Reason ein und fertig ist der "Hit"...
So wie ich gelesen habe, soll er dazu fast ausschließlich Presets(!) genutzt haben. Man kann also bei dem Song nicht einmal von einem eigenen Sound-Design sprechen...und genau das erzeugt bei mir eine gewisse Übelkeit.

Falls sich jemand hier durch meine Aussage auf den Schlips getreten fühlen sollte, tut's mit Leid...
"Music doesn't lie. If there is something to be changed in this world, then it can only happen through music."
-Jimi Hendrix
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#4
Genre und soundtechnisch ist das zwar auch nicht meine Welt...aber manchmal liegt wirklich in der Einfachheit und dem richtigen Marketing der Erfolg zum Geld drucken... D.Bohlen kennt sich in diesem Metier am besten aus Wink
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#5
Also ich sag dir mal was,
das Probleem liegt nicht bei ihm oder seine Musik aber bei die große Masse ohne Gehirn
die genau sowas hören wollen.

Jemanden mit viel mehr musikalisches Talent kann sowas doch auch produzieren und verkaufen?
Mit das Geld das er damit verdient kann er dann Monate lang seine "wirklichen" Musik machen und denken, ha! das war einfach.

Ich selber würde ni Geld verlangen für meine Musik, wie gut ich auch wäre, nun ist halt so das ich dann schon 38 Stunden pro Woche arbeiten muss um mein Lebensunterhalt mit was anderes zu bezahlen aber für mich ist es wichtig das ich Mukke mache mit meine Seele und seine Seele verkauft man nicht.
Doch jeder soll die Entscheidung selber machen aber sei nicht eifersuchtig das ist er echt nicht Wert.


Zum Schluß noch: wenn ich in dein Beitrag gelesen habe das diesen Trottel aus Belgien kommt schämte ich mich schon ein wenig aber Geld verdienen mit deine Musik heißt auch nicht immer anerkennung oder?

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#6
So da hat er wieder während mein schreiben gepostet und alles in einen Satz zusammen gefaßt:

Quote:manchmal liegt wirklich in der Einfachheit und dem richtigen Marketing die Erfolg zum Geld drucken...

Liebe Liebe Liebe
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#7
Mein musikalischer Geschmack ist es nicht, ich würde den Track noch nicht mal umsonst haben wollen. Aber wenn es die Massen anspricht und er damit Geld verdient spricht das eigentlich eher gegen die Käufer/Hörer als gegen ihn. Wenn's ein kurzzeitiger Erfolg ist, sei es ihm gegönnt.

Einige Punkte muss ich aber mal kommentieren, aber nun auch nicht zwigend als Kontra ansehen.. ist halt meine Grundmeinung der Dinge. Zunächst kann nicht jeder komplexe Klangskulpturen  mögen und auf Klaus Schulze und Co. stehen. Je einfacher, desto mehr Schnittmenge finde ich. Die
Hörerschaft hat sich im Laufe der Zeit im Geschmack verändert und Dinge wie Progrock hatte halt mehr Chancen in den 70s, heute ist das eine Nischenmusik.

Die Zeitdauer des Musikschreibens ist absolut kein Kriterium für einen qualitativen Song. Sonst müsste man alles in Frage stellen, was Freddy Mercury jemals gemacht hat, denn für ihn waren seine Songs wie Tempotaschentücher, Gebrauchsware... Song mussten in einem Tag stehen. Gegenpol war Brian May der 6 Monate an einem Song basteln konnte (sinngemäß zitiiert aus einem Interview 84 oder 86)

Presets... naja... wenn ein Sound gut ist und passt, ist er wie eine Farbe. Entscheidend ist, was man auf die Leinwand pinselt, wie man also musikalisch ihn im Stück einsetzen kann. Auch bei "ersthaften" Künstlern findet man immer wieder den Gebrauch von unveränderten Patches (Tangerine Dream,
Vangelis usw...). Dinge, die mir vor meiner "Musikerzeit" auch relativ egal waren und ein Einzelklanganalysieren - was man heute wohl automatisch macht - machte man in dem Fall auch nicht. Natürlich ist es mit mehr eigener Note versehen, wenn man zumindest hier und da einen Firmen-Sound nur als Grundfarbe sieht und ein wenig was verändert.

Spielzeugkeyboard ...naja..Wink ich finde diese ganzen Kleinsttastaturen von Korg, Akai... etc. schon
sinnvoll, aber eher in Bezug auf mobil oder generell flexibel sein. Ich teste gerne auf einem Internetrechner Plugins an, bevor die auf den richtigen Musikrechner kommen. Dann wäre so ein Minikeyboard schon gut, um nicht zu viel Platz wegzunehmen. Im Studio würde ich aber nicht als Haupt/Midikeyboard damit arbeiten wollen.
"There Is No Dana, Only Zuul"

„"Kein Pulst, kein Helzschlagt. Wenn sich sein Zustand nicht ändelt... diesel Mann ist tot"“ Peter Sellers/Murder by Death
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#8
Einen Kritikpunkt habe ich aber... "How to make a hit song in one minute" ist ja ein Ansatz, der grundsätzlich nicht zu besserer Musik führt, eigentlich ein fatales Signal an die, die Geld für diesen Hit ausgeben, aber definitiv mehr dafür arbeiten mussten als eine Minute. Die Wertigkeit von Musik fördert sowas nicht und wenn sich dann Künstler/Plattenfirmen über illegale DL beschweren passt auch nicht wirklich.
"There Is No Dana, Only Zuul"

„"Kein Pulst, kein Helzschlagt. Wenn sich sein Zustand nicht ändelt... diesel Mann ist tot"“ Peter Sellers/Murder by Death
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#9
Ende der 90er haben sich auf diese Weise dutzende Leute dumm und dusselig mit dieser Methode verdient. Dieser ganze Dancefloor-Hype damals...
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#10
(07-04-2012, 02:41 PM)nox link Wrote:Einen Kritikpunkt habe ich aber... "How to make a hit song in one minute" ist ja ein Ansatz, der grundsätzlich nicht zu besserer Musik führt, eigentlich ein fatales Signal an die, die Geld für diesen Hit ausgeben, aber definitiv mehr dafür arbeiten mussten als eine Minute. Die Wertigkeit von Musik fördert sowas nicht und wenn sich dann Künstler/Plattenfirmen über illegale DL beschweren passt auch nicht wirklich.

Eigentlich halte ich das sogar für den zentralen Punkt: meines Erachtens wird Musik durch solche Machwerke schlicht nicht mehr als Kunstform wahrgenommen und entsprechend respektiert, sondern als allgegenwärtige "Berieselung". Und dann kann es auch nicht weiter verwunderlich sein, das die Zahl der illegalen Downloads (scheinbar) seit Jahren steigt...

Und ich denke, das ist schon lange keine Frage des persönlichen Geschmacks mehr. Billig produzierte Songs findet man längst nicht mehr nur im Dance-, bzw. den Synthi-Genres im Allgemeinen. Das zieht sich mittlerweile durch so ziemlich alle Genres....
"Music doesn't lie. If there is something to be changed in this world, then it can only happen through music."
-Jimi Hendrix
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#11
sehr interessantes Thema! Ich glaub ja, dass das gezielt so gesteuert wird. Die haben einfach bewusst irgendwie das Niveau reduziert, das mit gezielter Marketingfuchserei in die Masse gebracht wird. Und das ist dann überall um einen rum, weil man hört ja nix mehr anderes fast schon als diese neuen "Hitwunder". Also ganz einfach: Die Masse kauft, was sie kennt und wenn sie viel Schrott kennen lässt, dann wählen sie aus dem Schrott eben das was sie kaufen. Warum mit Qualität Geld machen wenns auch mit Schrott geht? Denn mittlerweile haben sich wohl die meisten dran gewöhnt und man würde sie mit guter Musik eher schocken wahrscheinlich?  Grins

Aber die Künstler die da mitmachen, machen eben die Kohle!

Dafür ist aber nicht jeder geeignet, mich hat mal ein Label gefragt, ob ich nicht mal ne schön LAUTE und durch und durch kommerzielle Hardstyle Nummer machen würde und nicht nur so meine luschiges Electrogestöpsel ... Ich gestehe ich habs sogar ausprobiert aber das wollte einfach nicht gelingen und es kamen nur schöne feine Electronummern raus :-D ... Aber da hätts mal ein paar Scheine gegeben für ... hmm wer ist nun der Dumme, das ist die Frage, wohl ich oder?  Grins
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#12
Tja, das ist die Frage... verkauft man sich und macht evtl. ein paar Scheine oder auch mehr und bekommt dann von oben (Label) gesagt was man zu tun hat......oder spielt man weiterhin "Just for fun".
Diese Frage stelle ich mir seit geraumer Zeit nun auch hin u. wieder, wie du ja weiß Clipnotic... Wink
Man sollte in solchen Fällen am besten einen anderen Nachnamen haben, wie zB. Jagger, Lenon, Jarre, etc...dann geht einiges leichter von statten...und keiner biegt einen so hin, wie es ihm gefällt Wink
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#13
Klaus Schulze hat mal in einem Interview kritisiert, dass sich Leute die Musik von Wochenend-DJ kaufen. Und im Prinzip hat er Recht, wobei hier nicht Hobby-Musiker gemeint sind, die neben dem eigentlichen Beruf versuchen, qualitative Musik hinzubekommen, dieses sich aber zeitlich bedingt ewig hinzieht. Wer 8 - 10 Stunden arbeitet, Familie hat kann zwangsläufig nur wenig Zeit ins Musikmachen stecken.

Der Wochenend-DJ nutzt einen "Malen nach Zahlen"-Sequencer, Nexus und Konsorten, 2-4  Vengeance Loop CDs und alles andere von der Stange. Problem ist - und auch in Bezug zur o. a. fatalen Aussage - dass nicht mehr der Musiker, sondern die vorgefertigten Schnipsel den Song machen. Natürlich wirst Du zig unterschiedliche Stücke haben, wenn aus 10 Puzzleteilen 10 verschiedene Leute was zusammenklicken. Aber was den Stücken dann abgeht ist die Persönlichkeit.
"There Is No Dana, Only Zuul"

„"Kein Pulst, kein Helzschlagt. Wenn sich sein Zustand nicht ändelt... diesel Mann ist tot"“ Peter Sellers/Murder by Death
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#14
@freemobil:

Ja das ist der Punkt und das Geile ist ja auch, selbst wenn man nach deren Vorgaben dann als Roboter den gewünschten Sound macht, richtig viele Scheine verdient man auch nicht. Gut so ein Guetta macht die dicke Kohle aber den gibts ja schon und zum Glück nur einen davon! Also da bleib ich lieber der kleine ungekannte Stöpsler! Und ich sag mal so, desto spezieller man seine eigene Musik macht, desto weniger gibts davon als Konkurrenz aber natürlich gibts auch nur sehr wenige Hörer des Ganzen ... :-D

@Nox:

Genauso ist das auch wie Du sagst! Ich hatte gestern wieder nen hübschen Streit bei meiner Noch-Musik-Reinstell-Plattform. Da ist so ein Typ der gibt auf seinem Profil an wie 10 Könige, dass er schon in den Top 50 war und voll der Kaiser ist usw. ... dann hab ich bei dem reingehört und so macht der seine Musik:

- Vengeance Samples rauf und runter
- Nexus Sounds ohne Ende
- Loudness War vom Feinsten und das nicht mal gut
- La la Melo ohne irgend nen Spaßfaktor drin

Mit dem hatte ich dann auch ne harte Diskussion über Mastering und Sounds bauen ... bei solchen frag ich mich, was die machen, wenn Vengeance und refx mal plötzlich keine Sounds mehr produzieren täten? Aber das wird nie passieren, denn mit genau dem Sound wird Kohle gemacht, weil allein schon viele Labels auch nur noch sowas suchen und dann entsprechend puschen!

Das ist ein Teufelskreis:

Die trauen sich auch nicht mehr was anderes anzubieten und mal was völlig neues zu riskieren, weil keiner von denen damit anfängt und Angst hat, dann Verluste zu machen, weil die Masse schon so verdummt wurde und mit anderem Sound völlig überfordert wäre.

Und warum auch das riskieren, denen gehts nur um Kohle und wenn man Kohle damit macht, die immer gleichen Presets nach Youtube Vorgabe zurecht zu zimmern ... ja das sind eben Geschäftsleute  Grins

Das dadurch aber ne Neuentwicklung von Musik irgendwann nicht mehr stattfindet ist dann der Haken.

Und es ist wirklich ne Frage, warum sich das antun mit der ganzen Soundstöpselei. Klar die meisten Musiker, ich auch, machen das weil sie es einfach lieben rum zu stöpseln .... aber man wird nicht jünger und ich stell mir auch schon die Frage langsam, wie lang ich das noch neben 40 Stunden Woche und Familie noch machen kann ..
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